Bitcoin ‒ ein Experiment hofft auf ein Netzwerk

Das Experiment ‚Bitcoin‘ hat in den vergangenen Monaten zunächst erheblich an Bekanntheit und infolge an Wert gewonnen. Bitcoin ist digitale Währung und Zahlungssystem zugleich. Über ein Peer-to-Peer Computernetzwerk, das von sogenannten ‚Minern‘ gebildet wird, laufen sowohl Transaktionen als auch die Erzeugung neuer Bitcoins ab. Als Gegenleistung für die Teilnahme am Mining ‒ d.h. der Bereitstellung von Rechenleistung zur Abwicklung von Transaktionen und der Erzeugung ‒ erhalten die beteiligten Clients eine Transaktionsgebühr sowie Anteile neuer Bitcoins. Diese Gebühr ist zurzeit freiwillig, stellt jedoch einen Anreiz für Transaktionsbestätigungen und Signaturen durch die Clients dar. Bitcoin ermöglicht (potentiell anonyme) Transaktionen, ohne dass diese von Finanzintermediären verifiziert werden müssen. Das Bitcoin-Protokoll basiert auf Blockchain, einer dezentral verteilten Datenbank aller Transaktionen. Diese Speicherung sämtlicher, je getätigter Transaktionen macht Bitcoin für Fälschungen unanfällig. Die Begrenzung auf eine maximal mögliche Erzeugung von 21 Millionen Bitcoins stellt zudem in Aussicht, dass die Währung langfristig inflationssicher ist.

Nachdem der Bitcoin-Kurs auf der Handelsplattform Mt.Gox (folgend auf ein kurzzeitiges Rekordhoch) kürzlich drastisch fiel, kann man eine gewisse mediale Schadenfreude feststellen. Darin drückt sich mitunter eine Erleichterung der verunsicherten Beobachter aus. Weiterlesen