Craig Dalton und Jim Thatcher zu „critical data studies“

Die datenkritischen Wortmeldungen werden lauter: Auch die Geografie setzt sich als großdatenverarbeitende Disziplin mit ihren neuesten Medienpraktiken auseinander, wie man am Craig Daltons und Jim Thatchers bei „Society and Space“ erfolgter Intervention erlesen kann. What does a critical data studies look like, and why do we care? Seven points for a critical approach to ‘big data’ benennt die Agenda nach einem siebenfachen Anlauf wie folgt:

  • „What historical conditions lead to the realization of ‘big data’ such as it is? (Barnes and Wilson, forthcoming; Dalton 2013)
  • Who controls ‘big data,’ its production and its analysis? What motives and imperatives drive their work? (Thatcher 2014)
  • Who are the subjects of ‘big data’ and what knowledges are they producing? (Haklay 2012)
  • How is ‘big data’ actually applied in the production of spaces, places and landscapes? (Kitchin and Dodge 2011)
  • What is to be done with ‘big data’ and what other kinds of knowledges could it help produce? (Shah 2014)“

Unsere eigenen Beiträge zum Thema erscheinen dieser Tage auf medialekontrolle.de und sind stärker entlang von Medienpraktiken gelagert: Die Obsession hinsichtlich großer Daten, die die Geografen sichtlich plagt, ist für die Medienwissenschaft schon jetzt weniger idée fixe denn kultur- und sozialwissenschaftlicher Gegenstand.

„Big Data and Society“ – kleine Spekulation über eine neue Zeitschrift

Der Big-Data-Hype bringt mittlerweile nicht mehr nur kritische publizistische Wortmeldungen zutage, sondern führt auch zur Gründung neuer wissenschaftlicher Journals. Gerade im Fall von „Big Data and Society“ dürfte es spannend werden, welchen Tonfall das Editorial Team und die Herausgeberin Evelyn Ruppert vom Londoner Goldsmiths College anschlägt. Weiterlesen